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- Montage eines Solarpanels
_dsc1298.jpg © Swissolar / Céline Farias - Wohnüberbauung Guggach in Zürich mit Solaranlage auf dem Dach und 80 bidirektionalen Ladestationen in der Tiefgarage
Bild_Guggach_PV-Dach_1.jpg © ewz / Livio Federspiel - Wohnüberbauung Guggach in Zürich mit Solaranlage auf dem Dach und 80 bidirektionalen Ladestationen in der Tiefgarage
Bild_Guggach_PV_Dach_2jpg © ewz - Bidirektionale Ladestationen in einer Wohnsiedlung in Zürich: Die Batterien von Elektrofahrzeugen könnten künftig wertvolle Regelenergie zur Verfügung stellen
Bild_Guggach_Ladestationen.jpg © ewz / Livio Federspiel - Das Hauptgebäude von Energie 360 in Zürich ist mit dem SmartGridready-Gebäudelabel deklariert. Flexibilitäten können hier bereits heute netzdienlich gesteuert werden
2025_Pressebild_Hauptsitz_Energie360_1.jpg © Energie 360° - Die Gemeinde Epalinges plant, ihre eigenen Gebäude und Photovoltaikanlagen in einer lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) miteinander zu vernetzen
DJI_20250424144905_0054_D.jpg und DJI_20250424150302_0103_D.jpg © Küng & associés SA
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Weitere Bilder von Swissolar siehe Bildergalerie, von vergangenen Solar-Updates siehe Archiv.
Medientext
Solarenergie ist nicht aufzuhalten, aber Branche muss sich bewegen
Solarenergie wirtschaftlich zu erzeugen, ist komplexer geworden. Die weltweite Entwicklung zeigt aber, dass die erneuerbaren Energien nicht mehr zu bremsen sind. An der Photovoltaik-Tagung vom 31. März bis 1. April 2026 in Bern diskutiert die Branche, was es braucht, um die ambitionierten Solarziele des Bundesrats zu erreichen, und wie Photovoltaik zur Stabilität und Flexibilität des Energiesystems beitragen kann.
Nach sieben Jahren mit teils hohem Marktwachstum sinkt der jährliche Ausbau erstmals wieder. Swissolar rechnet mit einem Rückgang der neu installierten Leistung um rund 15 %, ein Marktwachstum wird jedoch bereits für 2027 wieder erwartet. Der weltweite Trend ist klar, der Durchbruch der Erneuerbaren Energien ist nicht mehr aufzuhalten. Diese These wird Unternehmensberater und Buchautor Tim Meyer in seinem Keynote an der diesjährigen Photovoltaik-Tagung mit Zahlen und Fakten untermauern. Noch nie in der Geschichte der Menschheit ist die Nutzung einer Energiequelle so rasant gewachsen wie die Solar- und Windenergie. Und bei den Batteriespeichern geht es sogar noch schneller. Ist die aktuelle Abkühlung des Marktes also nur ein kurzes Zwischentief? «Automatisch kommt die Erholung nicht, die Solarbranche muss sich bewegen», mahnt David Stickelberger von Swissolar. Wie und wohin die Reise geht, ist Thema der Photovoltaiktagung (PV-Tagung) vom 31. März bis 1. April in Bern.
Gesamtsysteme, statt einzelne Gewerke
Laut Stickelberger ist klar: «Die Photovoltaik muss kombiniert werden mit Speichern und Intelligenz. Und es braucht noch mehr Kooperation der Solarbranche mit der Elektrizitätswirtschaft auf Augenhöhe.» Mit zunehmendem Anteil der Solarenergie im Netz steigt der Bedarf an Regelenergie und Flexibilitäten. Batterien spielen hier eine zentrale Rolle, wie Gian Carle von Carle Energy Consulting an der PV-Tagung erläutern wird. Zusammen mit einem intelligenten Energiemanagementsystem (EMS) sorgen Batterien für geringere Lastspitzen und erhöhen den Eigenverbrauch in einem Gebäude oder ZEV. Die Speicherkapazität lässt sich aber auch als Flexibilität vermarkten, um die Netzfrequenz zu stabilisieren oder einen kurzfristigen Stromüberschuss bzw. -mangel im Verteilnetz auszugleichen. Alternativ kann der Strom aus Batterien auch am Strommarkt angeboten werden. Nicht nur Heimspeicher, sondern insbesondere auch Batterien von Elektroautos haben dabei grosses Potenzial – vorausgesetzt, sie und die Ladestation sind auf bidirektionales Laden ausgelegt. «100’000 E-Autos liefern kurzzeitig die gleiche Leistung wie das Kernkraftwerk Leibstadt», so Carle. «Über spezialisierte Unternehmen können diese ihre Regelleistung zur Verfügung stellen.»
Standards für Kommunikation zentral
Damit Batterien und alle Komponenten im System – Wechselrichter, EMS, Wärmepumpe – optimal zusammenarbeiten, müssen sie miteinander kommunizieren, sinnvoll gesteuert und zuverlässig integriert werden. Der Verein SmartGridready unterstützt Entwicklungen in diesen drei Bereichen herstellerübergreifend und neutral. Dessen Vertreterin Maike Schubert wird an der PV-Tagung aufzeigen, welche Lösungen bereits entwickelt wurden. «Mit unserem Label bieten wir Transparenz auf einem unübersichtlichen Markt und fördern die Etablierung von einheitlichen Schnittstellen», so Schubert. Das SmartGridready Gebäude- und Areallabel garantiert eine optimale Integration von PV-Anlage, Wärmepumpen, Ladestationen oder Speichern in ein Energie- und Lastmanagement. Einer der zentralen Aspekte dabei ist eine verlässliche Begrenzung der bezogenen Leistung. Denn Spitzenbezüge sind teuer und lassen sich deutlich reduzieren, wie Schubert anhand eines Landwirtschaftsbetriebs zeigen wird. «Die Investitionen in die Optimierungsmassnahmen sind in wenigen Jahren amortisiert», so Schubert.
Energie über unterste Netzebene tauschen
Auch die Netze profitieren, wenn die Leistungsbezüge ausgeglichen sind und die Solarenergie möglichst selbst genutzt wird – ob direkt oder via Speicher. Auch mit lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), die seit Anfang 2026 möglich sind, soll der Solarstrom möglichst vor Ort genutzt werden. In einer LEG können Solarstromproduzenten Bezüger auf der gleichen Netzebene über das lokale Verteilnetz mit Solarstrom beliefern. Dabei wird die Netznutzungsgebühr um 20 bis 40 Prozent reduziert. Neu können also auch weit entfernte Gebäude Strom vom jeweils anderen beziehen und innerhalb einer Gemeinde können Solarenergiemärkte entstehen. Yannick Sauter von Planair hat verschiedene Konzepte für solche LEG analysiert: «Interessant ist die Lösung für Gemeinden, um ihre eigenen Gebäude untereinander zu vernetzen», so Sauter. Sie können ihren Eigenverbrauch mit einer LEG um 10 bis 30 Prozent erhöhen. Weitere Parteien zu beteiligen, lohne sich aktuell leider oft nicht. «Das Abrechnungssystem, das dafür nötig wäre, würde mehr kosten als die Einsparung durch die reduzierten Netznutzungsgebühren.» Rechnen würde sich dies erst bei einer Reduktion des Netzentgelts um 60 Prozent, wie es das Energiegesetz eigentlich erlaubt. Die Verordnung sieht jedoch aktuell einen tieferen Rabatt vor.
Die regulatorischen Rahmenbedingungen sind also noch verbesserungswürdig. Aber auch die Branche ist gefordert. Und sie bewegt sich: Viele innovative Ansätze und Geschäftsmodelle für die Vermarktung von Gesamtsystemen oder Flexibilitäten sind am Anrollen. Die PV-Tagung bietet auch dazu spannende Einblicke.
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Schweizer Photovoltaik-Tagung 2026
Am 31. März und 1. April 2026 findet in der Festhalle Bern das Gipfeltreffen für Entscheidungsträger:innen und Fachleute der Schweizer Photovoltaikbranche statt, organisiert von Swissolar gemeinsam mit dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) und mit EnergieSchweiz. Das breit angelegte Programm beleuchtet unter anderem politische Rahmenbedingungen, den Markt und seine Herausforderungen, Schwerpunkte der Forschung und die Integration der Solarenergie in Gebäude und Stromnetze. Die Tagung wird durch eine Ausstellung sowie eine wissenschaftliche Posterpräsentation ergänzt.
Kontakt für Medienschaffende
Claudio De Boni
Claudio De Boni
PR und Social Media
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